Auf, auf und davon!!

Sonntag, November 09, 2008

So, neuen Fotoapparat gekauft! Und auch sonst ist wieder so viel passiert - hatte mir eigentlich vorgenommen, die Blogeintraege kuerzer zu halten, aber ein paar Sachen muessen einfach erzaehlt werden!
Von Hahei Beach ging es weiter die Coromandel Halbinsel an der Ostkueste hoch ueber Whitianga (wh wird hier f ausgesprochen), wo ich aufgrund der Weigerung saemtlicher Reisebekanntschaften inklusiver der aelteren Frau Joettjes eine Begegnung dritter Art mit einer Friseuse hatte, die von mir wisen wollte, ob es in Italien wirklich keine Frisoere gaebe...
Die Nacht haben wir dann wieder am Strand, diesmal der von Kuaotunu, verbracht und die herrlichen Buchten rundrum abgefahren.
Auf dem Weg nach Coromandel Town von der einen Kuestenseite ueber die Berge auf die andere sind wir mitten in ein Radrennen geraten - Hut ab, die Berge kommt der Ed ja kaum hoch!
Geschlafen haben wir nicht in Coromandel sondern in Colville auf einer Farm, die auch Ausritte angeboten haben (Fotos sind im Moment leider not avaiable) auf der. Dafuer dass ich seit dem "15-Tage-Andalusien-Trekking-zu-Pferd" nach dem Abi nicht mehr auf selbigem sass ging es ganz gut und hat tierisch Spass gemacht die Huegel, Waelder und Weiden rauf und runter zu reiten - unterhalten von Steve, dank dem ich jetzt alles ueber die Geschichte, Mythen der Region, die gerade laufenden Wahlen, das Saarland und Opossums weiss. Naechster Stop war in Orere Point, wo wir nach der Ankunft im Ferienpark uns wegen strahlendem Sonnenschein nur noch die Kleider vom Leib gerissen haben aum uns an den Strand zu legen, der dann allerdings wenig idyllisch pitschnass von der Flut und in droehnende Motorgeraeusche gehuellt war - die Kiwis lieben es leider mit ihren Quad-Bikes ueberall rumzupesen - auch am Strand. Was die Kiwis ausserdem noch lieben ist Frittieren! Ueberall in jedem noch so kleinen Kaff gibt es wenigstens einen Fish und Chips Laden, von denen die meisten zu meiner Freude auch frittierte Bananen (hier streuen die Zimt drueber) anbieten. Es gibt eigentlich nix was nicht frittiert wird - ich wollte ne Bockwurst, die wurde nicht gar gekocht sondern firttiert - sogar Schokoriegel frittiert bieten die an, die habe ich mich allerdingsnoch nicht getraut auszuprobieren. Da wir nicht nochmal in Auckland uebernachten wollten haben wir uns 2 Tage noerdlich von Auckland in Orewa ein Bett gemietet - und ein kleines Paradies gefunden! Der Ort selber ist ein Strand-Touri-Ort, das allerdings mit einem wirklich huebschen Strand und einer von bunten wilden Blumen gesaeumten schmalen Promenade (herrlich zum Joggen), der an einem Stueck Regenwald volle Nikaupalmen liegt. Und das Hostel ... nach Brians PLace der gemueltlichste Platz an dem wir bisher waren - Entspannung pur!
Die wurde allerdings ein wenig gestoert, als ich das Muttertier am Mittwoch zum Flughafen gebracht habe, wo wir erfahren mussten, dass der Anschlussflug Sydney - Frankfurt gecancelt wurde und sie um direkt nach Frankfurt zu kommen schon 6 Stunden frueher haette fliegen muessen! Es hatte ganze 1 1/2 Stunden gedauert bis der leicht ueberforderte asiatische Quantas-Angestellte endlich die neuen Tickets besorgt hatte - wie sie fliegen muss hatte er schon nach 10 Minuten raus, warum der Rest so lange gedauert hat, keine Ahnung... Raus kam dabei: von Sydney nicht nach Frankfurt sondern nach London Heathrow und dort umsteigen nach Frankfurt... Ich war danach fertiger als die Betroffene selbst. Dafuer hatte ich nach der Verabschiedung etwas zum Freuen: Verena, mit der wir das Wochenende in Opotiki waren und die mit mir den Versuch nach White Island zu fahren unternommen hatte, hatte sich gemeldet, dass sie frei hat und mit mir das Tongariro Crossing zu machen, juchu. Also bin ich vom Flughafen bei strahlendem Sonnenschein in Richtung Sueden nach Turangi geheizt, wo wir uns treffen wollte. Die Betonung liegt auf WOLLTEN! Denn nach kurzer Pipi-Pause in Huntly hat Eds Morgenmuffel-Macke, die ersten 2 km nicht den Gang zu wechseln (wurde mir von werkstattmann als unbedenklich erklaert), eingesetzt - 20 km bis Hamilton auf dem vollen einspurigen Highway mit 40 - 50 km bei einer Drehyahl von ca. 5000 laut droehnend und mit immer heisser werdenden Kuehlwasser - nicht lustig. In Hamilton habe ich dann bei der ersten werkstatt gehalten - als ich das bei Probefahrt vorfuehren will schaltet Ed dann doch weider - war ja klar. Von der Mechaniker werde ich zu Transmission (Getriebe?) Spezialist geschickt: muss neue (gebracuhte transmission rein, mindesten 1500 Dollar und einige Tage Dauer... Nach hin und her Ueberlegen entscheide ich mich (Ed faehrt ja gerade) die 250 Kilometer bis Taupo (Verena und ich haben uns von Turangi auf naeheres und groesseres Taupo verlegt) durchzuheizen und es am naechsten Tag da in der Werkstatt zu versuchen, denn Hamilton ist gross, ich habe mein ganzes Gepaeck im Auto, das naechste Hostel ist ewig weit von der Werkstatt weg und in Taupo ist wenigstens jemand den ich kenne... Immerhin habe ich ein paar Regenboegen auf der Fahrt gesehen. Das Hostel in Taupo ist toll, sehr nette Besitzerin, die mir Werkstatt empfiehlt und Verena, die mich erstmal drueckt und mit ihrer herrlich lockeren Art runterholt. In der Werkstatt sieht es am naechsten Tag nicht besser aus: gleicher Preis, gleiche Dauer - mehr als Ed wert ist und spaeter als es geht, denn die Faehre ist fuer Sonntag 8h morgens gebucht. Nach stundenlangem hin und her telefonieren kommt einer in der Werkstatt darauf, dass es ja noch Joe gibt. Joe arbeitet bei einem Baumarkt um die Ecke und kauft nebenbei Autos um sie dann wieder zu verkaufen, wobei in einer kleineren Stadt wie Taupo (im Vergleich zu Auckalnd) diese weniger kosten. Und Joe hat tatsaechlich ein Auto da - ein Topyota Wisdom, riesen Schiff, ich kann mich nicht entscheiden, ob es eine Opa- (limo) oder eine Proll-Karre (getoente Scheiben) ist. Nach einigem Haareraufen und verhandeln tausche ich Ed plus weniger Dollar als ich fuer seine Reperatur haette bezahlen muessen gegen Tommie (kennzeichen ist UK - die Englaender nennen sie hier Tommie - da lag der Name nahe) ein. Wenn Joe wirklich ein ehrlicher Mann ist habe ich sogar noch Gewinn gemacht, denn Tommie kann ich sicherlich viel teurer wieder verkaufen als Ed. Haltet mir die Daumen, dass er haelt, sonst bin ich pleite. Die ersten 700 km hat er schon ueberstanden. Nur schoen finde ich ihn nicht, ist nicht so ein Charakterwagen wie Ed.. Nach dem ganzen autostress, telefonieren mit meiner Autoversicherung, Gang zum neuseelaendischen ADAC, Anmeldung bin ich dann mit Verena auf den Mount Tahara gestiegen zum Abreagieren. Tolle Aussicht, aber sau anstrengend: steil hoch und da joggen manchen Kiwis tatsaechlich hoch- und das wo ich den kaum hochgehen, eher kriechen, manchmal auch klettern oder hangeln kann... Nach 2 Tagen in Taupo sind Verena und ich dann nach Turangi um das Crossing zu planen und uns schon mal in Tongariro National Park einzuwandern. Das allerdings bei zwischenzeitlichem Schneegraupel, Sturm und teifhaengenden Wolken, die uns immer nur die 3 SChneebedeckten Vulkanberge des PArks erahnen lassen ... Am naechsten TAg werden wir dafuer belohnt: blauer Himmel, knallende Sonne, super Sicht. Aber es hat Nachts geforen und oben liegt Schnee, dass die Wanderung nciht gerade einfacher dafuer umso beein druckender. Ich kann den Track nicht unter 3 DinA4 Seiten beschreiben, die Bilder muessen fuer sich sprechen. ATEMBERAUBEND SCHOEN! Und tierisch anstrengend: 19,3 km durch Schnee hoch und runter in 6 1/2 Stunden. So ein Glueck mit dem Wetter - am Endpunkt koennen wir uns komplett ausziehen und die Klamotten in der knallen Sonne trocknen. Nach kurzer Erholung musste ich mich dann leider von Verena verabschieden: sie musste Richtung Norden weiter zum Arbeiten und ich nach Sueden, um am naechsten Morgen die Faehre zu kriegen. Schade, ich hoffe ich werde nochmal eine so tolle Mitreisende haben - mit wem kann man schon auf Anhieb alte Otto-Filme rezitieren, Gulli Gulli Gulli Gulli Ramsammsamm und Ohne dich von der Muenchener Freiheit singen oder auch einfach nur 2 Stunden schweigend im flotten Tempo nebeneinander hergehen??
Heute bin ich dann also mit der Faehre von Wellington nach Picton gefahren und allein die Fahrt durch den Queen Charlotte Sound war wieder komplett Impression Overload... So schoen! Der Name "die versunkenen Flusstaeler" trifft es ganz gut. Nu etwas mehrt Sonne waere schoen gewesen. Mit diversem Zwischenstops auf dem Weg (die erste Stunde habe ich etwa alle 500 Meter angehalten um zu gucken und zu knipsen) bin ich nun in Nelson in einem Hostel voller netter Menschen(die Hostelbesitzer stellen einem morgens warmes selbstgebackenes Brot hin!) und plane meine erste Mehrtages-Wanderung: der Abel Tasman Park soll es sein. Und da man nette Menschen nicht aergern soll und ich hier seit einer Stunde das ausnahmsweise Mal kostenlose Internet blockiere hoere ich hier mal auf!

1 Comments:

Anonymous Anonym said...

Das klingt alles soooo toll, was Du da machst! Und bei den Fotos kann ich ja glatt meine Flugangst vergessen... wer weiß, vielleicht trau ich mich auch noch mal da hin.
In jedem Fall wünsch ich Dir noch weiterhin eine super Zeit! Ich drück die Daumen, dass Tommie nicht so zickig ist wie Ed ;-)
Liebe Grüße,
Julia

P.S.: frittierte Schokoriegel kann man jetzt neuerdings auch in AC erwerben - hab mich aber auch noch nicht getraut das mal zu probieren...

09 November, 2008 22:54

 

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