Auf, auf und davon!!

Donnerstag, Oktober 02, 2014

Ende



Nun neigt sich meine Zeit auf der Insel dem Ende zu. Zeit, noch ein paar Highlights in den Alltag einzubauen! Meine Mitbewohnerin Andrea und unserer Nachbar Antonio haben endlich zu einander gefunden und ich durfte Nutznießer dieser „Verbindung“ sein. Antonio ist Manager des Food und Beverage Bereichs des Nobel-Hotels Botanical Spa Garden, dass sich gleich bei uns um die Ecke befindet.
Mit seinen 5 Sternen gehört es zu den Leading Hotels oft he world. Und genau dahin hat uns Antonio am Wochenende zum Frühstücken eingeladen. Hammer!! Das Hotel von außen ist eher unscheinbar, aber drinnen… Wahnsinnig schön und exklusiv. Und eine riesige Parkanlage mit Seen, Brücken, Schwänen etc. gehört auch noch dazu. Und das Frühstücksbuffet… Ich habe noch nie ein so riesiges Buffet gesehen! Das war definitiv eins meiner Highlights hier.

Für die letzte Woche habe ich zusammen mit Andrea ein Auto geliehen, so dass wir viel unterwegs waren. Sonntag ging es zusammen mit den anderen Mädels nach Los Gigantes und da auf ein Boot, das wir fast für uns alleine hatten. Schön im Bikini vorne auf dem Bug platziert wurden wir auf’s offene Meer heraus kutschiert, um Delfine zu beobachten. 
Sehr süß: bei der Herde waren zwei Baby Delfine dabei, die zwischendurch wie bei einer Mutprobe kleine Sprints um unser Boot hingelegt haben.

Abgerundet wurde der Ausflug mit einem Stopp in der Bucht von Masca, wo wir mit Schnorcheln bewaffnet vom Boot hüpfen durften. Und das Schnorcheln, das habe ich da für mich entdeckt. So unglaublich schön, was man da alles unter Wasser sieht – diese Farben, die Fischschwärme, diese Ruhe…  Richtig toll. 

Auf dem Rückweg der Tour sind wir noch weiter in den Süden gegurkt, um uns die Bahia Beach Bar anzusehen – sehr schön gemacht, aber sehr schlechter Service. Deshalb blieb es nur beim Angucken und wir sind stattdessen weiter nach El
Medano gefahren, meinem Lieblingsort im Süden. In einem Surfer-Lokal haben wir bei leckerem Essen den Sonnenuntergang am Montana roja sehen können. Perfekter Wochenend-Abschluss.

Und weil Andrea und ich beide das Schnorcheln für uns entdeckt haben, haben wir diese Woche unseren letzten halben Urlaubstag genommen und sind erneut in den Süden gefahren. Im kleinen Küstenort El Puertito, den wir kaum finden konnten, weil er so klein und abgeschieden ist, sind wir dann gleich ab in die Fluten auf der Suche nach Schildkröten. 

Eine habe ich gefunden bzw. sie hat mich gefunden – schwamm plötzlich vor mir und glotzte mich an. Das war cool! Und groß war die! Aber auch ohne Schildkröte war das Schnorcheln in dieser Bucht einfach nur wunderschön! Türkises Wasser, kaum Leute, so viele verschiedene Fische, schwimmen in riesigen Fischschwärmen…

Den Rest der Woche haben wir ansonsten eigentlich nur mit essen verbracht. Muss man ja nochmal ausnutzen, dass es hier die gute kanarische Küche gibt. Ein besonderes Highlight war gestern Abend der Besuch einer Guachinche mitten im Nirgendwo in den Weinbergen. Die Jungs von der Online Agentur bei uns im Haus haben uns dahin mitgenommen.
Mir gefällt das Flair der Guachinches richtig gut – alles sehr einfach, improvisiert, jeder kriegt nen Teller und ein Glas und dann wird andauernd Essen und Wein in die Mitte des Tisches gestellt. Und alle 3 Gänge die es gab waren komplett neu für mich und sehr sehr lecker – jetzt müsste ich so langsam alle Spezialitäten mal probiert haben.
Morgen ist dann in großer Runde unser Abschiedsessen – auch wieder in einer Guachinche, die noch besser sein soll. Ich bin gespannt.

Zum Ende hier noch einmal ein paar Teneriffa-Facts, die ich noch nicht erwähnt habe, die aber dazu gehören:

Kakerlake heißt La Cucaracha und man sieht sie doch sehr oft.

Auf Tenerifa muss man unbedingt Barraquito trinken. Ich bin süchtig nach diesem besonderen Espresso, der mit Milch und einer dickflüssigen süßlichen Kondensmilch gemixt wird.

Toilettenpapier gehört in den Mülleimer daneben – das war für mich anfänglich sehr gewöhnungsbedürftig, aber bevor die Kanäle verstopfen...

Rubia heißt Blondie – blonde und am besten betrunkene Frauen werden gerne angebaggert. Die Männer hier sind dabei sehr viel offensiver als bei uns.

Schleimige Latinos wie Enrique Iglesias oder Marc Anthony im richtigen Land gehört sind plötzlich voll cool und man kann nicht mehr genug davon bekommen.
 

Du hast keine Highheels?? Die Spanier bretzeln sich zum normalen Ausgehen am Wochenende so auf, wie wir höchstens beim Abi-Ball oder zu Hochzeiten.

Tenerfinos haben keine Waden und sind Ganzkörper enthaart. Und tragen gerne enge Mini-Badehosen.

Schinken im Supermarkt schaut anders aus – man kann gleich ganze Beine kaufen und schneidet den Schinken selber ab.

Mietwagen bekommt man i.d.R. mit leerem, besorgniserregend leerem Tank übergeben. Auch wird das Auto nicht inspiziert oder Mängel festgehalten.

Pommes sind hier mit Vorsicht zu genießen – knusprig kriegen die die hier nie hin.

Ein Traumland für Liebhaber von Ziegenkäse, den es hier  noch und nöcher in zahlreichen Varianten gibt.

Der Sprit kostet nur knapp einen Euro und Marken-Zigaretten nur 2,50€.

Papaya, runde helle Zucchini und Mini Bananen gehören hier zum heimischen Gewächs.