Abenteuertrip
Am letzten Sonntag waren wir ungewusst auf Abenteuerfahrt!
Zu sechst sind wir mit dem Bus in die Berge zu dem schnuckeligen Dörfchen Masca
gefahren. Von dort aus führt ein Wanderweg durch die Schlucht von Masca ans
Meer.
Cool, dachten wir uns. Scheiße, dachten wir kurze Zeit später. Der „Weg“, der meistens nur mit Raten und viel Glück als solcher zu erkennen war, war enorm steil, felsig und für uns Ungeübte ganz schön anstrengend. Und das bei knaller Sonne. Und auch mental anstrengend, weil man sich so auf den Weg und die Tritte konzentrieren musste. Hat aber super Spaß gemacht, gerade auch mit der Truppe.
Und die Landschaft, wie ihr seht, war einfach nur schön. Steile Klippen, Geröll, Palmen und Kakteen, Bambuswälder und Bächlein.
Besonders abenteuerlich wurde es, als wir vom Weg abgekommen sind und plötzlich auf einem alten Bergwerks-Pfad am Rande der Klippen waren. Dass wir falsch waren haben wir erst gemerkt, als plötzlich 20 Meter uns die anderen Wanderer zu sehen waren. Da hatten die anderen Mädels aber schon eine kleine Höhle am Ende des Pfades erspäht, in die sie unbedingt rein wollten. Ich, mit dem Wissen um die Pfadfinder, die in Liedberg verschüttet wurden, misstraue ja erst einmal jeder Höhle und habe mit Marina und Isa abgewartet.
Als die anderen nicht
wieder kamen sind wir dann doch hinterher und siehe da, wir leben noch. Ich war
aber doch ganz schön froh, dass wir, als wir wieder aus dem Berg raus waren,
wieder runtergeklettert sind und den „normalen“ Wanderpfad gefunden haben. Nach 3 Stunden kraxeln wurde der Weg dann nochmal zu einer richtigen Kletterpartie, an deren Ende wir dann mit dem Rauschen des Meeres belohnt wurden.
Als die Felsen sich öffneten standen wir dann nach 3 ½ Stunden vollkommen
fertig in der Bucht von Masca und konnten endlich ins Wasser springen. Das war
ganz schön geil. Zurück ging es dann an steilen Klippen per Wassertaxi (es gab
echt ein paar Freaks, die den Weg wieder hochgekraxelt sind!) nach Los Gigantes
und von aus per Bus nach Hause.
Und wir hatten so ein Schwein auf dem
Wassertaxi: wir haben Delfine gesehen!! Wie ich so perplex war, habe ich gar
nicht dran gedacht ein Foto zu machen. Aber nach dem Erlebnis ist klar: wir
machen hier definitiv noch eine Delfin-Tour! Fazit: Sau anstrengender aber mega
schöner Tag!
Am nächsten Morgen in der Schule konnte man genau sehen, wer
bei dem Trip dabei war: Muskelkater geplagt wurde jede Stufe zur Qual und vom
Sitzen aufzustehen schier unmöglich. 3 Tage lang! Nur Luisa unser Küken war
quietschfidel und hat uns andere ganz schön alt aussehen lassen:-)
Am Donnerstag hatte Isa aus der Wohnung über uns Geburtstag.
Wie man aus der Not geboren Geschenke mit Palmblättern und Zahnseide verpacken
kann seht ihr auf dem Foto.
Abends haben wir den Geburtstag am Playa Jardin
gefeiert und wurden mit einem wunderschönen Sonnenuntergang, einem tollen
Sternenhimmel und vielleicht sogar Sternschnuppen verwöhnt. Bei letzteren bin
ich immer noch der Meinung, dass das von unten angeleuchtete Fledermäuse waren
und keine Sternschnuppen…
Freitag ging es dann zum Feiern mit alle Mann in die
Hauptstadt Santa Cruz, in der uns unser „Lehrer“ Pablo empfangen hat. Erste
Station war die Bar der 100 Chupitos (Shots). Jeder Shot 1 Euro – das fing gut
an. Mir hat die Atmosphäre da gut gefallen: überall Menschen auf der Straße die
trinken und schnacken. Gewöhnungsbedürftig ist für mich aber noch, wie die sich
hier zum Ausgehen heraus putzen – je weniger an desto besser.
Gleiches gilt für
die Schuhbekeidung – je höher desto besser. Ich wurde sehr ungläubig beäugt als
ich gestand nur Flip Flops und Sneakers zu besitzen:-)
Nach dem Vorglühen waren wir
im Club „Suite“, in dem es bis 1h eine unsichtbare Grenze im Raum gab: auf der
einen Seite der Bar nur Männer, auf der anderen Seite nur Frauen. Der Grund: um
mehr Männer in den Laden zu locken, dürfen Frauen bis 1h alles frei trinken.
Damit die Frauen aber nicht den Männern ihre „Umsonst“-Drinks geben, steht
zwischen ihnen ein Türsteher, der definitiv nicht mit sich reden lässt. Sehr
eigenartige Szenerie. Beim tanzen war dann alles wieder durchmischt.
Tanzen
können die hier!! Da kann man schon fast komplexe kriegen. Salsa, Merengue,
Bachata… Und auch beim durcheinander tanzen haben die alle so was von Rhythmus und
Hüftschwung!!
Samstag war dann nur noch gammeln und ein bißchen Shoppen
angesagt – wir konnten erst den 1. Bus morgens wieder zurück nehmen, dafür bin
ich zu alt. Shoppen ist hier gerade ziemlich gut, da Klamotten hier eh nicht so
teuer sind und dann noch bis August rebajas (Sale) ist und du fast noch Geld zu
dem Gekauften dazu bekommst. War also richtig, dass ich für den Rückflug noch
ein Gepäckstück mehr gebucht habe;-)
Am Sonntag haben wir uns zu fünft einen Leihwagen gegönnt
und sind in den Nordosten gefahren, um einen Strandtag am Playa Las Terresitas
zu verbringen. Super schön da. Der einzige helle/goldene Strand der Insel, der
mit Sahara Sand aufgeschüttet wurde. Und Palmen, die ein wenig Schatten gaben,
denn in der Sonne ist es einfach zu krass für mich. Auch schön war, dass die
Bucht weiter draußen so was wie ein Wehr aus Steinen hatte und dadurch das
Wasser sehr ruhig war. Die Wellen auf Teneriffa sind nämlich ganz schön krass
und man kann kaum weiter raus schwimmen, weil es sonst echt hart wird, wieder
zurückzuschwimmen. Und das Wasser – so blau, so klar!
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