
So, nachdem mir ordentlich die Sonne aus dem ... geschienen hat habe ich einen kleinen Rueckschlag erfahren. Nach Queenstow

n hat es mich an den Lake Manapouri verschlagen, auf den ich einen herrlichen Blick von de

r Veranda des Hauses von Jimmy und Kerstin hatte - Jimmy vermietet eigentlich kleine Huetten als Hostelzimmer, aber weil seine deutsche Freundin Kerstin und ich uns gleich gut verstanden haben haben sie mich in ihrem ganz neu gebauten (alles selber gemacht aus eigenem gefaelltem Wald) Haus im Gaestezimmer schlafen lassen. Und mit ei

nem Panoramablick ueber See, Berge und Land habe ich dann den Abend mit Kerstin und ihrer Freundin Gudrun aus Christchurch bei einer Flasche Rotw

ein verbracht - endlich das Feiern meines Diploms nachgeholt:-) Vom Inland ging es da

nn zurueck an die Kueste mit kurzem Stop in Invercargill (nicht so schoen) und weiter ueber furchtbare gravel roads durch die Catlins von Kueste zu Kueste. In Curio Bay, wo ich die Nacht verbracht ha

be, gab es dann die erste eher zufaellige Begegnung mit einem yellow eyed penguin - eigentlich soll man wenn man einen sieht Abstand halten und nix machen - aber wenn der frech das wo ich gerade sitze aus dem Wasser gewatschelt kommt - was soll ich machen, weglaufen? Auch die Seehunde sind nicht immer scheu - siehe Video. Auf dem Weg durch die Cat

lins am naechsten Morgen hatte ich dann ein Deja vu - mein Gaspedal und meine Automatikschaltung haben ploetzlich nicht mehr das getan was ich von ihnen wollte! Mit immer wieder Auto aus, Auto an, habe ich es dann geschaffft mich den letzten Berg runterrollen zu lassen um im naechsten "Ort" (3 Haeuser und zum Glueck eine Telefonzelle, denn mitten im Nirgendwo gibt es auch kein Handynetz) den AA (Pendant des ADAC) anzurufen - mich zu orten hat ein wenig laenger gedauert. Nach einer Stunde kamen dann Perry und Hamish um nach meinem Auto zu sehen - welch

Ironie - wieder die 'transmission' - und mich abzuschleppen, was gar nicht so leicht war, denn der Haenger auf den meine Karre sollte war zu hoch und meine Karre leicht tiefer gelegt was einige Nerven und 'bloody he

lls' gekostet hat. Perr

y hat mich in seine Werkstatt in Owaka (Mini Ort) gebracht, wo 'cross finger that is just a dirty oil condition' leider nicht funktioniert hat - Oel war sauber, bis auf ein Stueck Metall, dass sich als abgebrochener Bestandteil meines Getriebes entpuppt hat. Nerven blank - neues Getriebe muss her - Sonntags mitten in der Pampa nicht moeglich. Immerhin ein Ort in dem es ein Hostel gibt. Als ich mein Gepaeck aus de

m Auto wuchte eroeffnet Perry (ganz grumpy aber eigentlich herzensgut) mir, dass es doch Quatsch waer

e ins Hostel zu gehen, denn bis eine Transmission gefunden ist und die nach Owaka transportiert und eingebaut wird koenne es dauern - ich koenne so lange bei ihm und seiner Freundin Charitee und den zwei Hunden Billy und Beanie wohnen. Das habe ich dann auch 4 Tage getan - umsonst und sogar bekocht wurde ich. Mit Nachtisch! Und Charitee hat mich bei meiner Ankunft direkt mit auf Familienbesuch genommen - ich kenne jetzt die gesamte Familie Leslie in Owaka und die Altehrwuerdigen des Bowlingclubs, denn das war unser naechster Stop. Die Neuseelaender (insbesondere die Alten) stehen total auf die seltsame Abwandlung des Boules Spiel drauss

en, jedes noch so kleine Kaff hat einen Platz und jetzt weiss ich dann endlich auch, was sie darauf tun. Am naechsten Tag hat Charitee dann meine Reisefuehrerin gespielt und mir alle Wasserfaelle, Buchten, Seeloewen und Seehunde der Region gezeigt, und als sie zur Arbeit musste hat sie mir ihren Autoschluessel in die Hand gedrueckt plus Anweisungen wo ich noch ueberall hinfahren koennte. Es ist kaum zu glauben, dass die zwei so freundlich und vertrauensseelig sind - kennen mich nicht, lassen mich in ihrem Haus leben, das ich genausogut haette leer raeumen koennen waehrend sie arbeiten sind und weigern sich mir irgendwelche Arbeit zuzuteilen als ich sie danach frage. Immerhin habe ich den Abwasch machen duerfen, wofuer Charitee sich so herzlich bedankt hat, dass es mir schon wieder peinlich war. Nachdem ich dann also 4 Tage

zwangsweise geruht habe (eigentlic

h ganz gut, wie ihr wisst bin ich ja nicht so gut im Abschalten) und meine Reisekasse betraechtlich geschrumpft ist (wobei ich fuer die 'Arbeitsstunden' glaube ich noch einen echten Freundschaftspreis bekommen habe, denn das Getriebe aus dem Auto zu kriegen hat zu Nachtschichten und Mobilisierung der Dorfjugend gefuehrt) ging es dann endlich weiter gen Norden nach Dunedin, nochmal eine groessere Statd, die mir aber sehr gefallen hat, da sie ganz schottisch angehaucht ist. 'Vor' Dunedin befindet sich die Otago Halbinsel, die ich beidseitig abgefahren habe mi

t Zwischenstops bei der Albatrosskolonie und dem einzigen Schloss Neuseelands. Um die Tage in Owaka reinzuholen habe ich dann nicht wie geplant in Oamaru (auch nettes Staedtchen mit eigener Zwergpinguinkolonie und alten Kalksteingebaeuden) sondern bin wieder ins Landesinnere durch verlassenes, von Bergen gesaeumtes Flachland vorbei an zahlreichen knallbla

uen Seen nach Omarama gefahren. Hier wolte ich eigentlich auf einem 'Umsonst-Campingground' des Departement of Conversation schlafen um ein wenig Kohle zu sparen - der Campingplatz

war nach Ueberflutung aber leider nicht existent. Deshalb bin ich auf der Buscot Station bei Tony gelandet. Mitten in der Pampa faehrt man von der Hauptstrasse auf eine Privatstrasse ab, vorbei an Merinoweiden, bis man nach einer Rechtskurve 2 km lang geradeaus auf einen Huegel in dessen Mitte ein putziges kleines Haeuschen steht zufahert - Tonys Mini-Hostel. Dort habe ich mich dann alleine unter Maennern wie

dergefunden - 3 Jungs aus Berlin, ein aelterer Ami und Tony plus sein Mitarbeiter Al, beide so um die 60-70, die mich dann den ganzen Abend unterhalten und mit Drinks und mit Kitkats versorgt haben - wie gesagt, hat durchaus Vorteile alleine zu reisen! Die 3 Jungs aus Berlin habe ich dann nachdem ich am naechsten Tag mir zuerst Mount Cook, Lake und den Tasman Glacier angesehen habe im Hostel am Lake Tekapo wieder

gesehen und wurde wiederum mit Cocktails und herrlichem Schwadens beglueckt. Mit einem von ihnen, der u

eber Weihnachten nach Sydney fliegt habe ich jetzt am 18.12. in Sydney ein Kaffee-Date:-) Von Lake Tekapo aus habe ich am Samstag dann im Zickzack die halbe Suedinsel abgefahren: Fairlie, Timaru, Geraldine, Methven, Mt. Hutt, Oxford, Rangiora

, Amberley, Waipara, Mt. Lytford um dann in Kaikoura zu landen, wo ich eine WOFA-Stelle angetreten habe. WOFA heisst 'work for accomodation' und ist eigentlich fuer work'n traveller gedacht - man arbeitet zwischen 2 bis 3 Stunden am Tag, kann den restlichen Tag alles im Hostel nutzen (hier INTERNET, Waschmaschione, Fahrraeder) oder die Gegend erkunden und erhaelt dafuer Unterkunft und manchmal auch Verpflegung. Ich bin auf meiner Reise schon mehrmals von Hostel-Besitzern gefragt worden, ob ich nicht noch ein paar Tage als Wofa bleiben will, fand die Idee immer schon gut, aber hatte einfach noch nicht genug gesehen und Angst nicht mehr alles mitz

unehmen (Jimmy hatte mich zuletz

t gefragt und da war ich schon kurz davor zu

bleiben). Da ich jetzt ein bissel auf die Reisekasse achten muss kam mir das Angebot der Lyell Creek Lodge, das Hostel in Kaikoura, in dem ich ohnehin geplant hatte 4 Tage zu bleiben, gerade recht - jetzt wohne ich hier eine Woche umsonst und teile mir mit der putzigen Taiwanesin Vanessa (28, aber sieht aus wie 16!) eine eigene Huette - herrlich nur zu zweit zu schlafen und keine schnarchenden Maenner in der Naehe

zu haben. Im Gegenzug machen Vanessa und ich morgens wenn die anderen Hostelgaeste weg sind (ist ein kleines Hostel mit nur 12 Betten) die Betten und putzen Bad und

Kueche, die wir selber auch benutzen, also eigentlich tun wir kaum was, denn hier ist es generell ordentlich, da hier mehr erwachsene Paerchen als wilde Backpacker uebernachten. Und mit Jonny (29) und Bridget (23), die das Hostel auch erst seit April haben, habe ich mich auf Anhieb gut verstanden - die beiden hatten mich zu sich ins Haus hinter dem Hostel zum James Bond gucken und kennenlernen eingeladen, wozu wir allerdings gar nicht

gekommen sind, denn als ich ins Haus kam und mit 'Down with the sickness' von Disturbed begruesst wurde und ich freudig beim 'Owahahaha' einstimmte, haben die beiden mir dann den ganzen Abend ihre Mucke vorgespielt, mich mit Rotwein b

eglueckt, viel gequatscht und gelacht. Also keine wirklichen 'Arbeitgeber' sondern mehr Urlaub bei Gleichgesinnten. Neben dem Hostel ist ein Bed&Breakfast in dem Vanessas Freundin Erika (23 aus der Schweiz) arbeitet, die mit uns vorgestern nach Blenheim (das einzige Stueckchen, dass mir im Norden noch fehlte) gefahren ist und ich endlich nochmal nicht selber fahren musste und so zum einen den Blick von der herrlichen Kuestenstrasse geniessen und zum anderen beim Zwischenstop auf de

m Montana Weingut (hier ist alles voll mit Weinbergen) auch an der Weinprobe teilnehmen konnte. Lecker!! Wie ihr seht geht es mir nach dem ganzen Auto-Ae

rger gut und ich geniesse es, wieder einen wenigstens einigermassen geregelten Tagesablauf zu haben (endlich mal wieder regelmaessig joggen),

nicht jeden Abend den Rucksack aus/einpacken zu muessen und beim allabendlichen Hostel-Talk immer wieder das gleiche gefragt zu werden, sondern mal ein paar Leute laenger als eine Stunde zu 'kennen'. Jetzt versuche ich eine Wofa-Stelle in Christchurch zu finden - habe schon ein Angebot von einem aelteren Ehepaar, das jemand fuer kleinere Haus- und Gartenarbei

t sucht,

die nah am Meer wohnen und bei denen ich sogar ein Zimmer fuer mich ganz alleine haette - hoert sich gut an, warte nur noch auf ihre 'Stunden-Vorstellung', denn mehr als 4 Stunden sollen es fuer Wofa eigentlich nicht sein, denn der Sinn ist es ja, dass es immer noch Urlaub ist und man genug Zeit hat fuer

Sigthseeing u.ae.
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